Wer die meisten Bewertungen hat, steht oben: Diesen Satz hört man in fast jeder Diskussion über Google Maps. Er stimmt nur zum Teil, und wer danach plant, schaut an der falschen Stelle.
Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Wettbewerber auf Google Maps messbar vergleichen, und ergänzt unseren umfassenden Leitfaden zur Google-Maps-Heatmap und lokalen Sichtbarkeit.
Was Google zur Rangfolge tatsächlich sagt
Google nennt als Grundlage für lokale Ergebnisse Relevanz, Entfernung und Bekanntheit (Google Business Profile Hilfe). Zur Bekanntheit zählen laut Google unter anderem Anzahl und Durchschnitt der Bewertungen, die Relevanz beschreibt, wie gut ein Profil zur Suche passt. Wie stark jeder Faktor zählt, hat Google nicht veröffentlicht. Bewertungen sind also ein Teil des Bildes, und die Entfernung ändert sich mit jedem Standort, von dem aus gesucht wird.
Warum eine einzelne Rangliste in die Irre führt
Wer von seinem Büro aus sucht und den eigenen Platz notiert, misst genau einen Punkt. Ein Kunde zwei Kilometer weiter sieht eine andere Reihenfolge. Datengetrieben heißt deshalb nicht mehr Zahlen, sondern eine Messung, die sich wiederholen lässt: derselbe Suchbegriff, derselbe Mittelpunkt, dieselbe Rastergröße, jeweils mit Datum.
Die Wettbewerbsanalyse in vier Schritten
- Wählen Sie den Suchbegriff so, wie ein Kunde ihn eintippt, etwa Steuerberater Stuttgart oder Physiotherapie Leipzig.
- Legen Sie ein Raster über Ihr Einzugsgebiet und notieren Sie Mittelpunkt und Größe. Ein Heatmap-Tool übernimmt das: Die Heatmap von LocalEdge markiert Wettbewerber mit violetten Markierungen und gehört zum kostenpflichtigen Zugang, die kostenlose Lite-Version enthält sie nicht.
- Zählen Sie, an wie vielen Rasterpunkten jeder Wettbewerber erscheint. Die zwei oder drei Namen mit den meisten Treffern sind Ihre Vergleichsgruppe.
- Stellen Sie pro Wettbewerber öffentliche Merkmale nebeneinander: Hauptkategorie, Anzahl und Aktualität der Bewertungen, ob der Inhaber antwortet, Fotos, Öffnungszeiten und Leistungen.
Was Sie über Wettbewerber nicht wissen können
Anrufe, Routenanfragen und Klicks sehen nur die Inhaber der jeweiligen Profile. Öffentlich sichtbar sind Kategorie, Bewertungen, Fotos, Öffnungszeiten und Attribute. Seien Sie vorsichtig bei Tools, die Leistungszahlen fremder Profile versprechen: Es kann sich nur um Schätzungen handeln. Eine Wettbewerbsanalyse zeigt, wo ein Wettbewerber erscheint und was an seinem Profil auffällt, nicht warum er dort steht.
Aus dem Vergleich ableiten, aber als Hypothese
Taucht ein Wettbewerber auch weit von seiner Adresse entfernt auf, liegt das wahrscheinlich nicht nur an der Nähe, sondern vielleicht an Kategorie, Bewertungen oder Leistungen. Erscheint er nur rund um seine Adresse, spielt die Entfernung vermutlich die größere Rolle. Beides sind Annahmen, die Sie mit einer Änderung und einer Wiederholung der Messung prüfen.
Spielregeln beim Blick auf die Konkurrenz
Öffentliche Profile zu lesen ist erlaubt. Bewertungen auf dem Profil eines Wettbewerbers zu veröffentlichen oder andere dazu aufzufordern, ist es nicht: Google lässt Bewertungen mit Interessenkonflikt nicht zu, und gefälschte Bewertungen können nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) Folgen haben. Für einen konkreten Fall holen Sie rechtlichen Rat ein. Geben Sie in Kundenberichten außerdem nur weiter, was nötig ist, etwa Zahlen und Merkmale statt Namen einzelner Rezensenten.
Für Agenturen: Wettbewerbsanalyse als Kundenbericht
Wer mehrere Standorte oder Kunden betreut, liefert pro Kunde dieselbe Vorlage: Suchbegriff, Raster, Datum, Vergleichsgruppe und eine Aussage pro Zone, ohne Platzierungen zu versprechen. Der LocalEdge Agentur-Scan zeigt, bei welchen Profilen im Portfolio dieselben Lücken auftreten, und für die Messung pro Zone mit Heatmap finden Sie Details auf der Seite von LocalEdge Solo, dem kostenpflichtigen Plan mit Heatmap. Wer ein einzelnes Unternehmen betreut, beginnt mit dem LocalEdge Profil-Scan.
Welchen Wettbewerber würden Sie als Ersten vergleichen? Für einen kostenlosen Einstieg probieren Sie die kostenlose LocalEdge-Lite-Version.